Die Menschheit führt die Erde ans Limit

Quelle: n-tv vom 16.01.2015

Ein neues Erdzeitalter beginnt - Die Menschheit führt die Erde ans Limit

Was der Mensch auch tut - es bleibt nicht ohne Folgen für die Umwelt. Für das Klima ist das gravierend, wesentliche Grenzen sind schon überschritten. Forscher sprechen von einem Wechsel in ein neues Erdzeitalter, dem Anthropozän. Das Holozän dauerte 11.700 Jahre.

 

Der Mensch bringt die Erde ans Limit. Durch seinen Einfluss sind nach Einschätzung von Forschern bereits mehrere natürliche Belastungsgrenzen des Planeten überschritten worden. Dies berichtet ein internationales Expertennetzwerk in der Zeitschrift "Science". Das Team legte neun Grenzwerte für stabile Lebensbedingungen fest. Vier davon - Klimawandel, Biodiversität, Landnutzung und biogeochemische Kreisläufe - seien bereits übertreten, betonte das an der Studie beteiligte Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK).

 

Zwei der Grenzen - Klimawandel und die Biodiversität (biologische Vielfalt/Artensterben) - sind aus Sicht der Wissenschaftler von entscheidender Bedeutung. Aber auch die Landnutzung sowie die menschengemachten Stoffströme von Stickstoff und Phosphor sprengen nach Forscheransicht die Kapazität der Erde.

 

"Die dramatischsten Veränderungen hat es seit 1950 gegeben", sagte Hauptautor Will Steffen von der Universität Stockholm. Die großen wirtschaftlichen Veränderungen der Menschheit prägen demnach direkt die Veränderungen im Erdsystem. Seit 1950 hätten Stadtbevölkerung, Transportkilometer, Energie- und Wasserverbrauch stark zugenommen - parallel dazu auch die Verschmutzung der Atmosphäre, die Versauerung der Meere und der Verlust von intakten, artenreichen Landschaften. "Betrachtet man denselben Verlauf, steigen viele Kurven wie in einem Knick kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nach oben an."

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