Planet in sonnennächstem Sternsystem entdeckt

Quelle: ESO vom 16.10.2012

 

Europäische Astronomen haben einen Planeten mit ungefähr der Masse der Erde entdeckt, der eines der Mitglieder des Alpha Centauri-Systems umkreist, die die nächsten Nachbarsterne der Sonne darstellen. Es handelt sich um den leichtesten jemals um einen sonnenähnlichen Stern nachgewiesenen Exoplaneten. Der Planet wurde mit dem HARPS-Spektrografen am 3,6-Meter-Teleskop am La Silla-Observatorium der ESO in Chile gefunden. Der Fachartikel, der die Entdeckung dokumentiert, erscheint online am 17. Oktober 2012 in der Fachzeitschrift Nature.

 

Alpha Centauri ist einer der hellsten Sterne am Südhimmel und mit einer Entfernung von nur 4,3 Lichtjahren das unserem Sonnensystem nächstgelegene Sternsystem. Es handelt sich um ein Dreifachsystem, bestehend aus zwei sonnenähnlichen Sternen, Alpha Centauri A und B, die sich in nur geringem Abstand umkreisen, sowie dem weiter außen liegenden, lichtschwachen roten Begleiter Proxima Centauri [1]. Seit dem 19. Jahrhundert haben Astronomen spekuliert, ob um diese Sterne Planeten existieren. Diese Planeten wären außerhalb unseres Sonnensystems die nächstgelegenen Orte im Universum, an denen Leben möglich wäre. Obwohl das Sternsystem über die Jahre hinweg immer genauer untersucht worden ist, war die Suche vergeblich. Bis jetzt.

 

„Mit dem HARPS-Spektrografen haben wir das System über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet. Am Ende hatten wir ein winziges, aber dennoch reales Signal eines Planeten gefunden, der Alpha Centauri B alle 3,2 Tage umrundet”, erläutert Xavier Dumusque vom Observatoire de Genève in der Schweiz und dem Centro de Astrofisica da Universidade do Porto in Portugal, der Erstautor des Fachartikels, in dem die Entdeckung beschrieben wird. „Das ist ein ganz besonderer Fund. Dafür mussten wir unsere Technik zum Nachweis von Exoplaneten bis an die Grenzen des Machbaren ausreizen!

 

Die gesamte Pressemeldung auf den Seiten der ESO

Forscher entdecken größten Meteoritenkrater der Erde

Quelle: Spiegel-Online (Axel Bojanowski) vom 03.07.2012

Es sind die Spuren des wohl größten Infernos, das sich in vier Milliarden Jahren auf Erden ereignet hat: In Grönland haben Geologen die Überreste eines mächtigen Meteoritenkraters entdeckt - die Spuren einer gigantischen Bombe aus dem All.

Die größte Sorge gilt "Apophis". Der Feldbrocken von gut 300 Metern Dicke dürfte nach Berechnungen von Astronomen die Erde in 24 Jahren nur knapp verfehlen. Eine Kollision lässt sich aber nicht ganz ausschließen - es wäre eine globale Katastrophe: Das Klima würde sich abkühlen, auf dem getroffenen Kontinent würden vermutlich Millionen Menschen zu Tode kommen; ein Einschlag ins Meer würde Dutzende Meter hohe Tsunamis losschlagen - zahlreiche Küstenstädte wären verloren.

Gleichwohl: Es ist ein vergleichsweise glimpfliches Szenario. Wenn nämlich geschähe, was sich offenbar vor drei Milliarden Jahren in Grönland ereignet hat, bliebe von der menschlichen Zivilisation wohl gar nichts mehr übrig.

An der Südwestküste des Landes nahe der Ortschaft Maniitsoq meinen Forscher, die Überreste des größten Meteoritenkraters der Erde entdeckt zu haben. Dort ist demnach ein 30 Kilometer dicker Brocken eingeschlagen - er war also hundertmal größer als "Apophis". Der Aufschlag eines solchen Monstrums würde ganz Deutschland pulverisieren - wie das SPIEGEL-ONLINE-Impaktometer zeigt

178 Meteoritenkrater wurden auf der Erde bereits gefunden - wie aber kann es sein, dass ausgerechnet der größte bislang unentdeckt blieb? Der Krater von Maniitsoq verrät sich nicht als ausgedehnte Kuhle in der Landschaft; nur noch seine Überreste sind erkennbar.

Die meisten Meteoritenkrater der Erde bleiben ganz verschwunden. Tektonische Platten-Verschiebungen haben die Spuren der Einschläge eliminiert - die Krater tauchen mitsamt der Platten ins Erdinnere ab. Außerdem haben Wind und Regen den Boden abgeschliffen. Und Schlamm, Sand und Bewuchs decken die Senken zu.

Eine gewaltige Unregelmäßigkeit des Magnetfelds jedoch brachte Forscher um Adam Garde vom Geologischen Dienst Dänemarks nun auf die Spur des Giganteneinschlags in Grönland: Auf einer Fläche von der Größe Brandenburgs unterscheidet sich das magnetische Feld des Bodens deutlich von der Umgebung. Die Forscher wurden misstrauisch.

Die gesamte Pressemeldung auf den Seiten von Spiegel-Online

So groß wie ein Flugzeugträger: Asteroid rast an Erde vorbei

Quelle: n.tv vom 03.11.2011

Er stammt aus der Entstehungszeit des Sonnensystems und kommt unserem Planeten ganz nah: Asteroid 2005 YU55 sorgt zurzeit für gespannte Vorfreude unter Astronomen. Erst 2028 wird erneut ein kosmischer Gesteinsbrocken dieser Größe so dicht an der Erde vorbeiziehen. Der kosmische Brocken ist etwa so groß wie ein Flugzeugträger, und er wird nur knapp an der Erde vorbeischrammen: 2005 YU55 heißt der Asteroid, der gerade im Anflug ist. Kommenden Dienstag wird der 400-Meter- Brocken unseren Planeten im Abstand von nur gut 324.000 Kilometern passieren. So hat es die NASA berechnet. 324.000 Kilometer, das klingt nach viel, ist aber weniger als die Distanz zwischen Erde und Mond und nach astronomischen Maßstäben ein Streifschuss. Zuletzt ist 1976 ein Asteroid dieser Größe der Erde so nahe gekommen. Der Besuch von 2005 YU55 bietet Astronomen nun die seltene Chance, Urgestein aus der Entstehungszeit des Sonnensystems zu erforschen - ohne eine Raumsonde ins All schicken zu müssen. Erst im Jahr 2028 wird nach derzeitigem Wissensstand erneut ein Asteroid vergleichbarer Größe so dicht an der Erde vorbeiziehen, wie das Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena im US-Bundesstaat Kalifornien errechnet hat. Doch trotz seines engen Vorbeiflugs wird 2005 YU55 mit bloßem Auge nicht zu sehen sein - selbst für Hobby-Astronomen lohnt sich die Suche nur, wenn sie über größere Teleskope verfügen. Überhaupt wird die Stippvisite des Asteroiden denkbar unspektakulär verlaufen: Laut NASA übt seine Schwerkraft keinen messbaren Effekt auf die Erde aus, weder auf die Gezeiten noch auf die tektonischen Platten der Erdkruste.

Die gesamte Pressemeldung auf den Seiten von n-tv

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