Hat der Mensch noch nicht erlebt - Stern warnt vor Klimafolgen

Quelle: n-tv 03.04.2013

 

"Was auf die Welt zukommt, hat es seit 30 Millionen Jahren nicht gegeben." Das sagt der ehemalige Chef-Ökonom der Weltbank, Stern. Er warnt vor noch drastischeren Folgen des Klimawandels, als bislang bekannt. Stern spricht von einem radikalen Wandel jenseits der menschlichen Erfahrungen.

 

 

Ex-Weltbank-Chefökonom Nicholas Stern hat vor noch drastischeren Folgen des Klimawandels gewarnt als bislang befürchtet. Ohne Eindämmung der C02-Emissionen liege die Wahrscheinlichkeit für einen Temperaturanstieg von fünf Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit binnen eines Jahrhunderts bei 50 Prozent, sagte Stern vor dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington. Eine derartige Erwärmung habe es seit 30 Millionen Jahren nicht gegeben. "Das ist ein radikaler Wandel jenseits der menschlichen Erfahrungen."

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Meeresspiegel steigt laut Studie schneller als erwartet

Quelle: ZEIT Online vom 28.11.2012

 

Mit Satelliten-Messungen haben Klimaforscher bessere Daten gesammelt. Eines der Ergebnisse: Der Pegel der Ozeane steigt rascher, als im letzten IPCC-Report vorhergesagt.

 

 

Es sind nur wenige Millimeter, um die der Meeresspiegel jährlich steigt. Wenige Millimeter, die bislang kaum sichtbar sind. Dennoch können die Folgen verheerend sein: Bereits ein jährlicher Anstieg um zwei Millimeter, wie ihn der Weltklimarat IPCC vor fünf Jahren vorhersagte, könnte zu Hochwassern, stärkeren Unwettern und Salz im Grundwasser führen – nicht nur in Küstenregionen, sondern weltweit.

 

Laut einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) könnte der Anstieg sogar deutlich rasanter verlaufen, als bislang angenommen: Um 3,2 Millimeter klettere der Meeresspiegel jedes Jahr, berichten die Wissenschaftler um Stefan Rahmstorf in den Environmental Research Letters des Londoner Institute of Physics (IOP). Die vom PIK gemessenen Werte sind demnach um etwa 60 Prozent höher als die des IPCC-Berichts von 2007. "Die neuen Erkenntnisse unterstreichen, dass der IPPC keineswegs alarmistisch ist, sondern in einigen Fällen sogar die Klimarisiken unterschätzt hat", sagt Rahmstorf.

 

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Icy Siberian caves show tiny warming, may mean big thaw

Quelle: Reuters (By Environment Correspondent Alister Doyle) vom 21.02.2013

Ancient records from icy caves in Siberia show that a small amount of global warming can thaw vast areas of frozen ground and release harmful stores of greenhouse gases, a study showed.

Any melt of permafrost, or permanently frozen soil that covers almost a quarter of the northern hemisphere from Alaska to China, can also destabilise everything from oil and gas pipelines to buildings and roads.

 

"Global climates only slightly warmer than today are sufficient to thaw significant regions of permafrost," experts in Britain, Russia, Switzerland and Mongolia wrote in Friday's edition of the journal Science after studying Siberian caves.

 

A global rise of 1.5 degrees Celsius (2.7F) above late 19th century temperatures - less than a 2.0 C (3.6F) ceiling for global warming set in 2009 by almost 200 nations - could bring a substantial thaw as far north as 60 degrees latitude, they said.

 

Sixty degrees girdles the world through Siberia, Nordic nations, the southern tip of Greenland, Canada and south Alaska. U.N. studies show that temperatures have already risen by about 0.7 degree C (1.4F) since the 19th century and are still rising.

 

The scientists studied caves in Siberia and found a 500,000-year record of stalactites and stalagmites, rocks which only grow when water drips and so show periods when permafrost melted.

[...]

 

The United Nations Environment Programme (UNEP) estimates that permafrost contains about 1,700 billion tonnes of heat-trapping carbon, or twice the amount in the atmosphere.

 

A UNEP report said in December that permafrost had already begun to thaw in some areas and could release between 43 and 135 billion tonnes of carbon dioxide, the main greenhouse gas, by 2100.

 

Almost 200 nations agreed to the 2.0C limit on global temperatures above pre-industrial times - comparable to late 19th century temperatures - to avert more floods, storms and rising sea levels.

 

 

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