So bedroht der Klimawandel die Freiheitsstatue

Quelle: Welt vom 22.05.2014

So bedroht der Klimawandel die Freiheitsstatue

Rund 30 nationale Monumente der USA sehen Wissenschaftler durch den Anstieg des Meeresspiegels oder Erosion gefährdet. Darunter ist der Hafen von New York und – gleich mehrfach – die Nasa.

In dem Film "The Day After Tomorrow" (2004) von Roland Emmerich bekommt New York die ganze Wucht des Klimawandels zu spüren. Durch das Versiegen des Golfstroms bildet sich ein Supersturm, dessen Wellenberge sich über die Stadt ergießen. Am Ende steht die Freiheitsstatue wie schockgefrostet in einer apokalyptischen Landschaft.

Auch wenn sie dem Horrorszenario einer schlagartigen Abkühlung der Nordhalbkugel nicht folgen wollen, finden amerikanische Naturwissenschaftler in Emmerichs Versuchsanordnung einen wahren Kern. Die Freiheitsstatue im Hafenvon New York sei wirklich gefährdet, resümiert ein Bericht der Union for Concerned Scientists (UCS; Verband besorgter Wissenschaftler) in Cambridge (Massachusetts). Und nicht nur sie. Auch der New Yorker Ellis Island, der berühmten Einwandererstation in Sichtweite der Freiheitsstatue, drohe die Überflutung.

Insgesamt listen die Forscher rund 30 Nationaldenkmäler der USA auf, die infolge des Klimawandels von Überflutungen, Erosion oder Waldbränden bedroht seien. Darunter sind so illustre Orte wie der Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida, die Bandelier Wilderness mit den Denkmälern der Vorläufer der Pueblo-Kultur in New Mexico oder die Historische Marineakademie in Annapolis (Maryland).

Vor allem historische Monumente in Küstennähe seien in Gefahr, heißt es. Dazu gehört Jamestown in Virginia. Das 1607 gegründete Fort auf einer Insel im James River war die erste dauerhafte britische Siedlung in Nordamerika. Sie existierte bereits, als die Pilgerväter mit der "Mayflower" an Land gingen.

Den gesamten Artikel auf den Seiten der Welt

Antarktis-Gletscherschmelze "unumkehrbar"

Quelle: n-tv Online vom 13.05.2014

Das mit Sorge beobachtete Schmelzen von Eismassen in der Antarktis beschleunigt sich zunehmend. Nach Ansicht von US-Forschern ist der Vorgang in der West-Antarktis nicht mehr umkehrbar. Sie rechnen mit einem Anstieg des Meeresspiegels um drei bis vier Meter weltweit.

Gletscherschmelze mit Domino-Effekt: Der Zusammenbruch des Eisschildes in der Westantarktis ist neuen Studien zufolge wohl nicht mehr zu stoppen. Der Thwaites-Gletscher könnte aufgrund der Klimaerwärmung schon in 200 Jahren, spätestens aber in gut 1000 Jahren verschwunden sein. Der Gletscher, der in die Amundsen-See mündet, dient als Stütze der benachbarten Eismassen. Kollabiert er, könnten weitere Gletscher rasch folgen. Unterdessen mahnten Experten in Berlin, dass in vielen Meeren die Fischbestände schrumpfen werden - ein entscheidender Grund ist auch hier die Erwärmung.

Die schnelle Schmelze des Thwaites-Gletschers ergibt sich aus Computersimulationen, die in der Fachzeitschrift "Science" vorgestellt wurden. Der globale Meeresspiegel steige in der Folge um etwa 60 Zentimeter, schreiben Forscher um Ian Joughin von der Universität von Washington in Seattle. Ein komplettes Abschmelzen des westantarktischen Eisschilds als Folge des Klimawandels würde demnach zu einem Anstieg um drei bis vier Meter führen.

Punkt, von dem es kein Zurück gibt

Daten aus vier Jahrzehnten wiesen darauf hin, dass die sechs in die Amundsen-See mündenden Gletscher den Punkt schon passiert haben, von dem an es kein Zurück mehr gibt, schreibt auch ein Team um Eric Rignot von der Universität von Kalifornien in Irvine (USA) in den "Geophysical Research Letters". Allein das schmelzende Eis dieser Gletscher könne die Meeresspiegel um etwa 1,2 Meter steigen lassen.

Der Klimawandel lässt nicht nur die Gletscher schmelzen, er macht auch vielen Fischen zu schaffen. Wärmeres Wasser macht den Tieren das Leben schwer - auch geringerer Sauerstoffgehalt und wachsende Versauerung tragen dazu bei. Viele Bestände werden sich deshalb in kühlere Regionen verlagern und deutlich reduzieren - unter anderem in Nord- und Ostsee, wie Experten im Vorfeld des Europäischen Tag des Meeres am 18. Mai berichteten. "Bis zum Jahr 2050 ist eine Abnahme der Bestände von mehr als 20 Prozent zu erwarten", sagte Hans-Otto Pörtner vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.

Die gesamte Pressemeldung auf den Seiten von n-tv

Klimawandel als Spiel - Wie die Menschheit den Planeten verzockt

Quelle: n-tv.de vom 20.10.2013

Klimawandel als SpielWie die Menschheit den Planeten verzockt

Der Klimawandel ist das größte Spiel, das je gespielt wurde – und die Menschheit verliert. So lassen sich die Ergebnisse einer neuen Studie zusammenfassen. Was fehlt, ist die Motivation in zukünftige Generationen zu investieren.

Mit einem Spiel haben Klimaforscher gezeigt, wie gering die Bereitschaft von Menschen ist, für Vorteile künftiger Generationen auf eigene Gewinne zu verzichten. Von elf Gruppen habe keine ein anvisiertes Spendenziel erreicht, wenn als Belohnung die Pflanzung von Eichen in Aussicht gestellt wurde, berichten Forscher zweier Max-Planck-Institute zusammen mit Kollegen aus den USA und Kanada im Fachjournal "Nature Climate Change". "Das Ergebnis unseres Experiments zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft", sagt Manfred Milinski vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön.

"Der Klimawandel ist das größte Public-Goods-Game, das je gespielt worden ist: Die gesamte Menschheit macht mit", heißt es in einer Mitteilung der Max-Planck-Gesellschaft zur Studie. Das Experiment habe auf einem Essay des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Thomas Schelling aus dem Jahr 1995 aufgebaut, erläutert Milinski. In der Abhandlung schreibe Schelling, dass die heutige Generation die Anstrengungen zum Klimaschutz aufbringen müsse – aber erst künftige Generationen den Nutzen daraus zögen. Die Motivation der heutigen Akteure, etwas zu unternehmen, sei daher gering.

 

Die gesamte Pressemeldung auf den Seiten von n-tv.de

Sunday the 23rd. www.sustainable-impact.de