Hausgroßer Asteroid rast nah an Erde vorbei

Quelle: n-tv vom 11.08.2017

Keine Einschlagsgefahr

Hausgroßer Asteroid rast nah an Erde vorbei

Ein Asteroid, etwa so groß wie ein Haus, rast auf die Erde zu. Der Brocken wird unseren Planeten nur um 44.000 Kilometer verfehlen - in kosmischen Maßstäben ist das sehr wenig. Forscher sehen aber keine Gefahr.

Ein Asteroid von der Größe eines Hauses ist im Anflug auf die Erde - und wird am 12. Oktober in nur 44.000 Kilometern Entfernung an unserem Planeten vorbeirasen. Damit verfehlt der kosmische Brocken die am weitesten von der Erde entfernten geostationären Satelliten lediglich um 8000 Kilometer, wie Wissenschaftler der Europäischen Weltraumagentur ESA sagten. Eine Einschlagsgefahr bestehe definitiv nicht.

"Wir wissen sicher, dass dieses Objekt die Erde nicht treffen kann", sagte der ESA-Forscher Detlef Koschny. "Es gibt keinerlei Gefahr." Vielmehr sehen internationale Wissenschaftler im engen Vorbeiflug des Asteroiden die seltene Gelegenheit, ihre Fähigkeiten beim Aufspüren und weiteren Beobachten eines solchen Himmelskörpers zu testen.

15 bis 30 Meter langes Objekt

Bei dem heranrasenden Brocken handelt es sich um ein 15 bis 30 Meter langes Objekt, das die Bezeichnung 2012 TC4 trägt. Der Asteroid geriet 2012 erstmals ins Visier der Panstarrs-Oberservatorien auf Hawaii. Nach seiner Entdeckung konnte er jedoch wegen des Verlaufs seiner Bahn fünf Jahre lang nicht mehr beobachtet werden.

Zwar deuteten die Daten von 2012 darauf hin, dass TC4 im Oktober dieses Jahres in der Nachbarschaft der Erde auftauchen würde. Wie nah er dabei dem blauen Planeten kommen wird, wussten die Astronomen aber zunächst nicht.

Doch dann gelang es den Wissenschaftlern kürzlich, 2012 TC4 mit dem Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile aufzuspüren. Diese neuen Beobachtungen ergaben, dass der Asteroid bei seinem Vorbeiflug in zwei Monaten die Erde um 44.000 Kilometer verfehlen wird.

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"Es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns ein Asteroid trifft"

Quelle: Spiegel-Online vom 01.12.2016

Die Menschheit muss endlich Technik zur Abwehr von Asteroiden entwickeln, sagt Ex-Apollo-Astronaut Rusty Schweickart. Sonst könnte eines Tages eine globale Katastrophe drohen.

Rusty Schweickart, 81, hat als Astronaut im "Apollo"-Programm der Nasa mitgearbeitet. Bei der Mission "Apollo 9" testete er dabei das Mondlandemodul zum ersten Mal im Erdorbit. Er gehört zu den Gründern der Association of Space Explorers und beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie sich der Einschlag eines Asteroiden auf der Erde verhindern lässt. Dazu war er von 2001 bis 2011 Chef der B612 Foundation, einer privaten Stiftung mit genau diesem Ziel.

SPIEGEL ONLINE: Mr. Schweickart, Klimawandel, Bürgerkriege, tödliche Infektionen, die Menschheit hat viele große Probleme. Sie wollen die Erde vor Asteroiden retten. Gibt's nichts Wichtigeres?

Schweickart: Ich interessiere mich auch für Klimawandel und andere Themen. Aber diese Sache ist so groß, im Extremfall geht es um das Ende unserer Zivilisation. Kurzfristig mag irgendein Virus wichtiger sein, langfristig gibt es kaum wichtigeres als Asteroiden. Journalisten arbeiten oft mit Entweder-Oder-Szenarios. Doch wir können Asteroideneinschläge verhindern und den Klimawandel bekämpfen. Es geht nicht um Entweder-Oder.

Das gesamte Interview auf den Seiten von Spiegel-Online

Meteorit explodiert über Ural

Quelle: n-tv vom 15.02.2013

Im russischen Ural richtet ein Meteoritenregen schwere Schäden an. Über der Region von Tscheljabinsk explodiert ein Meteorit. Gesteinsbrocken schlagen auf der Erde ein, verletzen Hunderte Menschen und zerstören Gebäude. Ein weiterer Meteorit soll im Anflug sein. In der Bevölkerung bricht Panik aus.

Beim Einschlag eines Meteoriten am Uralgebirge sind nach Angaben russischer Behörden im Gebiet Tscheljabinsk Dutzende Menschen verletzt worden. Nach derzeitigem Stand hätten mehr als 100 Menschen medizinische Hilfe gesucht, teilte das Innenministerium mit. Viele Menschen waren demnach von Scherben zersplitterter Scheiben getroffen worden. Offenbar sei über der Region ein Meteorit explodiert. N ach noch unbestätigten Meldungen soll noch ein weiterer Meteorit im direkten Anflug auf die Region sein.

Weder Russland noch die USA hätten die Möglichkeit zur Abwehr solcher Objekte, meinte der für die Raumfahrt zuständige Politiker. Eine Kommission der russischen Rüstungsindustrie werde sich nun mit dieser Frage befassen, kündigte Rogosin an.

 

 

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