Astronomie verändert das Weltbild

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Spiral Galaxie im Sternbild Löwe (Foto: O. Maliy, ESO)

Kaum eine Wissenschaft hat das Weltbild des Menschen in den vergangenen Jahrhunderten so nachhaltig verändert wie die Astronomie. Inzwischen sind wir in der Lage, mit Hilfe hochentwickelter, äußerst präziser Instrumente bis „an den Rand des Universums“, sprich bis in die Ferne Vergangenheit kurz nach dem Urknall „zu blicken“. Neue Instrumente und theoretische Modelle schieben die Grenzen der Erkenntnis fortwährend weiter hinaus und engen den Raum anderer Erklärungsansätze immer weiter ein. Doch der enorme Erkenntnisfortschritt in den Wissenschaften steht in krassem Widerspruch zum Umgang der Menschheit mit den eigenen Lebensgrundlagen.

 „Scheinbar ist den Menschen überhaupt nicht klar, dass das Leben auf der Erde das Produkt einer unglaublichen Verkettung vieler, sehr geringer Wahrscheinlichkeiten, ja nahezu unvorstellbarer Zufälligkeiten ist.“ (Zitat Sustainable Impact) 

Muss die Menschheit den Weltraum erobern, um langfristig der Auslöschung zu entgehen

 

CarlSagan

 

Carl Sagan (amerikanischer Astronom, 1934 – 1996) (Foto: NASA/Cosmos Studios)

 

Der bekannte amerikanische Astronom und Weltraumwissenschaftler Carl Sagan (1934-1996) vertrat die These, dass die Menschheit – wie andere intelligente Lebewesen auf Planeten im Universum – in den Weltraum aufbrechen müssen, um den zwangsläufig in der Entwicklungsgeschichte von Planeten auftretenden Bedrohungen aus dem Weltraum – wie auch den selbstgemachten Bedrohungen – zu entgehen.

“Since hazards from asteroids and comets must apply to inhabited planets all over the Galaxy, if there are such, intelligent beings everywhere will have to unify their home worlds politically, leave their planets, and move small nearby worlds around. Their eventual choice, as ours, is spaceflight or extinction. […] Due to our own actions or inactions, and the misuse of our technology, we live at an extraordinary moment for the Earth at least—the first time that a species has become able to wipe itself out. But this is also, we may note, the first time that a species has become able to journey to the planets and the stars. The two times, brought about by the same technology, coincide—a few centuries in the history of a 4.5-billion-year-old planet. […]Since, in the long run, every planetary society will be endangered by impacts from space, every surviving civilization is obliged to become spacefaring—not because of exploratory or romantic zeal, but for the most practical reason imaginable: staying alive.” (Zitat: Carl Sagan, Pale Blue Dot: A Vision of the Human Future in Space (New York: Random House, 1994), S. 327/371)

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Wednesday the 23rd. www.sustainable-impact.de